Naja, zumindest haben wir mal kurz rein geschnuppert. Mario und Ich nutzten die erste Möglichkeit eines gemeinsamen Shootings samt Model und Visagistin. Das Fazit vorweg: Jederzeit wieder, wir befinden uns auf dem richtigen Weg. Einziger “Negativ”-Aspekt: Wir haben zu wenig Raumangebot!!
Hier nun unser kleiner Erfahrungsbericht, viel Spaß beim Lesen und natürlich beim schauen der Bilder!
Die Organisation
Zu einem Shooting dieses Ausmaßes gehört ein wichtiger Punkt – die Organisation bis ins kleinste Detail. Diesen Punkt haben wir meiner Meinung nach spitzenmäßig gemeistert. Das heißt, Model & Visagistin organisieren, gemeinsamen Termin finden, Ort finden (war leicht, danke Mario), Getränke und Knabbereien kaufen, geeignete Musik organisieren (blöd wenn dann die Technik ausfällt – aber das Radio hat uns gerettet!), …
Alles war organisiert, Model und Visagistin schnell gefunden und der Tag rückte näher. Kurz vorher noch einmal checken ob es auch bei Allen klappt und dann ging es schon los. Mario und Ich bauten schon mal das Equipement auf, bereiteten das Buffet vor (Krapfen und Getränke), während sich das Model und die Visagistin auf dem Weg zu uns befanden. Wir waren, da sprech ich mal einfach für Beide, ziemlich aufgeregt, da wir nicht wussten was uns erwartet. Und schon waren unsere “Gäste” da. Und die Aufregung war wie weg gepustet… Zwei nette Menschen, naja 3 (Begleitperson des Models), die richtig cool und locker waren. Das war unser Glück.
Die Visagistin
Die Visagistin Franziska legte sofort los, nachdem wir uns vorher auf ein 50′s-Styling geeinigt hatten. Während sie, unter aufmerksamen Blicken, Ihrer Arbeit nach ging, unterhielten wir uns und lachten und lauschten den Klängen der Musik. Zwei Stündchen später, wir zwei Fotografen dachten nicht das es so lang dauert, war Franziska mit dem Styling fertig. Und wir waren erst einmal baff! War das wirklich das Model, welches vorhin den Raum betreten hat?? Das Styling war perfekt!
Das Shooting
Nun nur noch das passende Kleidchen fürs Model und schon kam unsere “Arbeit”. Julia, unsere 50er Lady, war sehr geduldig. Denn das Licht war nicht so wie wir es uns vorstellten, einige Änderungen mussten noch vorgenommen werden. Sie war tapfer und stöberte in der Zwischenzeit ein Wenig in Marios Zeitschriftensammlung (keine Mickey-Mouse oder Playboyhefte!). Eine unangenehme Situation für uns, man merkte uns die Unerfahrenheit auf diesem Gebiet an. Nun gut, man macht das ja auch um zu lernen. Und das Model war glücklicherweise nicht genervt.
Julia machte es uns beim Shooting sehr einfach. Sie poste fast von allein, führte aber auch Anweisungen schnell und präzise aus. Sie hatte immer einen lustigen Spruch auf den Lippen und war gut gelaunt. Sehr witzig war der Versuch von Mario, Julia zum Schreien zu bringen (natürlich nur für ein Foto). Ich versuche mal Marios Worte wieder zu geben: “Mmh, dann schrei ich halt mit, vielleicht klappt es dann bei Dir auch ordentlich. … AHHHHHHHHHHHHHHH … Mario schaut aufs Bild … Mmh, nicht so wie ich es mir vorgestellt habe, irgendwie unscharf !” Kein Wunder Mario, wenn Du laut schreist und dabei die Kamera bewegst!
Nun ja, meine Kreativität war an diesem Tag nicht so groß, nach nur 3 1/2 Stunden Schlaf und Nachtdienst vorher kein Wunder! Ich hatte nur wenige Ideen, was jedoch nichts aus machte, da Mario umso mehr hatte! Mit Plastikschaf, mit Schal, Ventilator, Haarreif, … nichts wurde ausgelassen. Nach 2 Stunden Shooting wurde Julia dann erlöst. Sie sehnte sich bereits nach einem Krapfen und einem Amerikaner, die sie schnell verdrückte. Vorher durfte sie wegen dem tollen roten Lippenstift nicht.
Nachbereitung
Nachdem Julia gesättigt war, plauderten wir noch über Verschiedenes. Mario und Ich verstauten die Blitzanlage, während sich Julia kleidungstechnisch wieder der Realität (Sauwetter!) anpasste. Ein ganz wichtiger Punkt, der natürlich nicht zu vergessen ist: Modelrelease-Vertrag. Ohne geht es heutzutage leider nicht, denn die rechtliche Situation ist wichtiger denn je. Julia kannte dies auf Grund ihrer Erfahrung und schon war der Wisch unterschrieben. Der Vertrag regelt die Veröffentlichung, Bearbeitung und das Verfahren mit den Bildern. Präzisere Infos dazu gibt es an mehreren Stellen im WWW.
Fazit
Ein wunderbares Shooting, bei dem letztendlich fast Alles gestimmt hat. Bis auf kleine Pannen und Dinge die noch verbessert werden müssen gab es nichts zu beanstanden. Es werden auf jeden Fall noch einige Shootings mit Models folgen, auch mit den anderen Fotobrauern als Fotografen. Studio und Outdoor, da sind wie flexibel und experimentierfreudig. Wir hoffen, Euch hat dieser kleine Beitrag gefallen!? Vielleicht hilft er Euch ja, die Scheu und die Ängste vor einem ersten Shooting mit “fremden” Personen zu nehmen.
Solltet Ihr als Fotograf auf Modelsuche sein, empfehle ich Euch zum Einstieg eine Anmeldung in der Model-Kartei. Von Unerfahrenen bis hin zu Profimodel findet man alles. Allerdings ist eine gewisse Aktivität dort vorausgesetzt. Wer dies also nicht bieten kann, der sucht besser über andere Quellen.
Seid Ihr Model und möchtet gern einmal vor der Kamera stehen? Ihr dürft Euch sehr gern über das Kontaktformular bei uns melden, gern organisieren wir ein gemeinsames Shooting.
Liebe Grüße,
Alexander Kulla & Mario Lorenz
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