Das wäre die Horrorvorstellung jedes Tiergartenbetreibers. Für uns Fotobrauer ist es kein Horror, sondern ein Anreiz zur Kreativität. Im Tiergarten Nünberg gibt es natürlich genug Tiere, trotz aktueller Umbau- und Erweiterungsarbeiten. Doch wir Fotobrauer besuchten diese Location mit einem ungewöhnlichen Motto: “Wir fotografieren keine Tiere”. Dazu sind folgende Regeln anzumerken, die wir uns vorher gestellt haben:
- Tier = ein lebendiges Wesen welches im Tiergarten lebt.
- Es darf schon ein Tier im Bild sein, aber darf nicht das Hauptmotiv sein.
- Auch Tierdetails (Nahaufnahmen) zählen als Tierbild.
–> Am Ende unseres Ausfluges sollten die Bilder auf den Kameras durchsucht werden und die offensichtlichen Tierbilder gezählt werden. Denn manchmal muss man einfach abdrücken.
Derjenige der die meisten Tierbilder hätte, müsste den anderen anwesenden Fotobrauern ein Eis ausgeben.
Mit am Start waren Alexander, Mario und Roman samt Anhang.
Wir erreichten gegen Mittag den Eingang des Tiergartens und schon ging unser kleiner Kontest los…
Jeder ging mit einer anderen Einstellung an das Thema heran. Alle Fotobrauer hatten fast die komplette Ausrüstung dabei, sogar zwei Stative wurden gesichtet. Von Festbrennweite bis zum 600 mm Spiegeltele war so ziemlich alles vorhanden. Mario und Roman startetn mit Teleobjektiv, während Alexander mit einer 50 mm Festbrennweite an den Start ging. Schon nach wenigen Minuten zeichneten sich erste Schwächen ab. Während Roman gleich am ersten Gehege die Känguruhs ins Visier nahm, schlich sich Mario schon zu den Affen. Diese lagen natürlich so präsent da, dass er nicht widerstehen konnte. Erste Punkte für den eisernen Alexander, der nur einen leeren Teil des Geheges ablichtete. Auch bei den Gorillas blieb er stark, währen die beiden Nikonianer wieder schwächelten. Im kleinen Aquarium zeigte auch der Canonier Alexander erste Schwächen und lichtete ein oder zwei Fischlein ab.
Erste richtig kreative Ergebnisse gab es in der Anlage der Delfine, wo die Fotobrauer Ihre Stärken deutlich zeigten. Mehr dazu in der Bildergalerie am Ende des Beitrages. Die Nikonianer mit den Teleobjektiven schwächelten auch bei den Wasservögeln wieder, während Alexander Glück hatte, dass sein Tele nicht einwandfrei funktionierte und er somit darauf verzichtete es einzusetzen! Schon bald kam die lustige Truppe zur ersten Rast am Kinderspielplatz, wo sich das mitgeführte Kind erst einmal austoben durfte. Die Fotobrauer saßen still auf den Bänken und hatten die Augen fast ausschließlich an der Kamera kleben. Nach einer Stärkung durch Nahrungs- und Getränkeaufnahme ging es weiter zu den größeren Tieren. Dort konnte Mario mit geschickten Portraits der Tierpfleger/-innen punkten, die gerade die Kamele und Esel fütterten. Im Anschluss warteten die Seehunde und -löwen, sowie die Eisbeeren, ähm Bären auf uns. Flocke, mittlerweile groß gewachsen, war aber eher unspektakulär. So lauschten die Fotobrauer noch der Pinguinfütterung durch den Pfleger, der noch allerhand Interessantes zum Besten gab.
Nach einer kleinen Pinkel- und Eispause machten die Fotobrauer sich auf den Weg zu den wilden Raubtieren. Die waren jedoch nicht wild, sondern eher saumüde. Der Tiger war im Inneren des Raubtierhauses und die Löwen sonnten sich den Bauch. Somit blieben spektakuläre Bilder aus – aber es sollten ja sowieso keine Tiere fotografiert werden!
Der Rundgang war nun zu Ende, einige “unwichtige” Bereiche hatten wir ausgelassen. Nun ging es darum, die Bilder auszuzählen und einen Verlierer zu ermitteln. Hier das Ergebnis:
Alexander –> Gesamtbilder: 224 Tiere als Hauptmotiv: 10
Mario –> Gesamtbilder: 95 Tiere als Hauptmotiv: 12
Roman –> Gesamtbilder: 414 Tiere als Hauptmotiv: 50
Somit stand der Verlierer fest – Roman musste den Anderen ein Eis ausgeben.
Jedoch waren wir eigentlich alle Gewinner, denn wir hatten einen schönen gemeinsamen Tag und wir haben Erkenntnisse aus dem Tag gezogen. Wir haben ein weiteres Gebiet der Fotografie ausprobiert, zumindest teilweise. Die Street-Fotografie. Und wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass dieses Genre nicht für jeden ideal ist. Nur durch probieren kann man heraus finden, welche fotografischen Gebiete reizvoll sind und welche nicht. Das haben wir geschafft – jeder für sich.
Und nun wird es Zeit die Bilder zu zeigen:
Die Fotobrauer
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3 Kommentare
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Coole Idee! Und jetzt machen wir das ganze noch mal mit der zusätzlichen Einschränkung auch keine Photographen zu photographieren. Aber sehr interessante Bilder.
LG Mark
Hmmm, jetzt wo Du’s sagst…
Recht hat er !!