Bier zuhause selber brauen – So geht’s!

Bier gehört zu den beliebtesten Getränken der Deutschen. Aber habt ihr schon mal versucht, euer Bier selbst zu brauen? Ich schon! Nachfolgend findet ihr meine persönliche Bierbrauanleitung.

Was brauche ich?

Zunächst einmal gibt es ein paar Dinge zu besorgen. Dazu gehören natürlich die Zutaten sowie das nötige Handwerkszeug.

Zutaten:

  • 4kg Malz
  • 500g Karamellmalz (beim Braumagazin findest du ein Rezept
  • 100g Aromahopfen
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 30l Leitungswasser
  • 1 Packung Traubenzucker

Handwerkszeug:

  • 1 Einkochtopf
  • 1 Gäreimer mit Siebboden
  • 1 Bierwürzespindel
  • 1 Spindelzylinder
  • Küchenwaage
  • 1-2 Kochtöpfe
  • 1 Messbecher
  • 1 großes Küchenmesser
  • 1 Küchentuch
  • 1 Küchensieb
  • 40 saubere Bierflaschen mit Bügel
  • 1 elektrischer Wasserkocher
  • 1 Schaumlöffel
  • 1 Silikonschlauch

Los geht’s – Die Brauanleitung

Im Folgenden findet ihr die einzelnen Schritte des Brauvorgangs.

Das Einmaischen

Fülle 20 l Wasser in den Einkochtopf und erhitze es auf 70°. Gebe geschrotetes Malz ins Wasser und rühre die Menge mit einem Kochlöffel um.

Das Rasten

Lasse die Temperatur auf 66/67° absinken. Sie muss für 90 min. gehalten werden. Rühre dabei immer wieder um.

Das Aufheizen

Erhitze die Maische auf 76°C. Rühre weiter und bereite den Läuterbottich vor.

Die Läuterruhe

Fülle die Maische vom Einkocher in den Läuterbottich um. Der Hahn des Bottichs muss geschlossen sein. Ist die Maische umgefüllt, pausiere 20 Minuten. Während dessen setzt sich der Treber ab.

Der Vorlauf

Öffne den Hahn und lassen „Vorlauf“ in den Messbecher laufen. Schütte die Flüssigkeit zurück in den Bottich. Fange sie vorher mit einer Schaumkelle auf. Nach 3-5 l sollte die Würze klar werden.

Das Abläutern

Die Würze muss vom Läuterbottich direkt in den Einkocher fließen. Ist eine direkte Positionierung beider Gefäße nicht möglich, nutze den Silikonschlauch.

Die Nachgüsse

Über dem Treber muss immer eine Schicht Wasser liegen. Gib die Nachgüsse mit 76-78°C langsam und vorsichtig auf den Treber. Benutze dafür eine Schaumkelle. Gieße nach, bis der Einkocher gefüllt ist.

Koche die Würze!

Der Einkocher darf nicht komplett mit Würze gefüllt werden. 5-6 cm sollten bis zum Rand Platz sein. Öffne am Besten das Fenster, damit der Dunst abziehen kann. Die Würze muss auf höchster Stufe kochen.

Das erste Messen

Fülle die Würze in ein schmales hohes Glas oder eine Bierspindel. Damit misst du das erste Mal die Stammwürze. Diese muss auf Zimmertemperatur abkühlen. Ideal ist ein Wert von 10° bis 12° Plato. Notiere den Wert in einer Messtabelle. Dann kippst du die Würze in den Einkocher zurück.

Den Hopfen dazugeben

Bringe die Würze zum Kochen. Wiege genau die Menge des Aromahopfens ab. Ab dem Hinzufügen der ersten Gabe, lasse alles 90 Minuten wallend ohne Deckel kochen. Danach füge die zweite Gabe hinzu.

Orientiere dich für die Mengenfestlegung der Gaben an der Hopfentabelle!

Füge den Hopfen nicht alles auf einmal, sondern in Stücken hinzu. Nach der zweiten Hopfengabe schalte den Einkocher aus.

Rühren, rühren, rühren!

Rühre gleichmäßig in die gleiche Richtung um, sodass im Zentrum ein Strudel entsteht, der „Whirlpool“ genannt wird. Wichtig ist, dass die Würze in Bewegung bleibt. Dann mache 20 Minuten Pause. Säubere während dessen gründlich den Gäreimer.

Die Stammwürze messen

Fülle die Würze in die Bierspindel. Schütte die Flüssigkeit nicht zurück.

Hopfenseihen

Alle Gegenstände, die du benutzt müssen abgekocht sein, um absolute Sauberkeit zu garantieren. Lege einen Sieb mit einem Tuch auf den Gäreimer. Fülle die Würze durch den Hahn hinein.

Abkühlen lassen

Nachdem die Würze in den Gäreimer gelaufen ist, schließe den Deckel. Ca. 20 Liter sollten sich darin befinden. Stelle den Gäreimer an einen dunklen Ort, der eine konstante Temperatur von 19 bis 21°C hat. Dort kühlt die Würze ab.

Die Hefezugabe

Prüfe mit einem Thermometer die Temperatur der Würze. Sie muss unter 25°C liegen. Verteile die Hefe gleichmäßig auf der Oberfläche. Es dürfen keine Klümpchen entstehen.

Aufziehen

Nachdem die Hefe 30 Minuten rehydriert ist, wird die Würze mit einer Kelle vorsichtig nach oben gezogen, damit sie Kontakt mit der Luft bekommt. Dadurch wird die Gärung in Gang gesetzt. Verschließe den Gäreimer. Jetzt positionierst du ein Gärröhrchen darauf oder legst den Deckel locker auf.

Auf die Gärung, fertig, los!

Nach 24 Stunden kannst du einen ersten Blick in den Gäreimer riskieren. Wichtig ist, dass er bei einer Temperatur von 18 bis 21° steht.

Kontrolliere den Gärvorgang!

Einmal am Tag bis maximal alle 2 Tage kontrollierst du den Gärvorgang. Der Schaumschleier auf dem Bier wird dick. Es bildet sich die „Hochkräuse“, die wieder verschwindet.

Messe den Restextrakt

Messe all 4-5 Tage einmal nach. Arbeite dabei mit der Bierspindel.

Das Ende des Gärprozesses

Das Bier muss vollständig ausgegärt sein. Verändert sich zwischen den Messvorgängen mit der Bierspindel der Wert nicht, ist der Gärvorgang abgeschlossen. Dann kannst du das Bier abfüllen!

Das Umschlauchen

Pro Liter Bier benötigst du pro Liter 8 g Traubenzucker, den du in kochendem Wasser auflöst. Der Gäreimer wird über dem Einkocher positioniert. Gib die Traubenzuckerlösung zuerst hinein. Dann lass das junge Bier hineinlaufen. Achte darauf, dass nicht zu viel Hefe in den Einkocher gelangt!

Das Abfüllen

Jetzt kannst du das Bier abfüllen! Der Füllstand sollte gleichmäßig sein und jede Flasche mit dem Bügel verschlossen werden.

Die Nachgärung

Ist das Bier in den Flaschen, gärt es zusammen mit dem Traubenzucker nach. CO2 und Alkohol entstehen in den Flaschen. Stelle das Bier an einen dunklen Ort. Lagere es bei 18 bis 21°. Das Bier muss 10 Tage zur Nachgärung stehen.

Die Reifung

Nach der Nachgärung ist das Bier fertig. Jetzt kann es bei 2-3°C im Kühlschrank weiterreifen.

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